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Nathalie Schneitter

Podium Damen

Nathalie Schneitter

Gunn-Rita Dahle-Flesja

Gunn-Rita Dahle-Flesja

Ivan Alvarez Gutierrez

Ivan Alvarez Gutierrez

Podium Herren

Schweizer und spanischer Triumph in Nals

bike2b-Redaktion am 07.04.2008 - 09:44 Uhr

Nathalie Schneitter, 22-jährige Junioren-Weltmeisterin aus der Schweiz, hat die achte Ausgabe des Internationalen Marlene Sunshine Race in Nals/Südtirol gewonnen. Auf Platz zwei klassierte sich Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle Flesja, während Elisabeth Osl aus Kirchberg in Tirol den dritten Rang belegte. Bei den Herren setzte sich der 26-jährige Spanier Ivan Alvarez Gutierrez vor dem Italiener Marco Aurelio Fontana und dem Kolumbianer Leonardo Hector Paez durch.

Schneitter lässt Olympiasiegerin keine Chance
Nathalie Schneitter dominierte das Rennen, bei bewölktem Himmel und kalten Temperaturen, über weite Strecken. Nur einmal gab sie kurzzeitig die Führung an die mehrfache Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle ab und zwar am Ende der vierten von insgesamt sechs Runden. Die Schweizer Wirtschaftsstudentin bewältigte die knapp 38 Kilometer (sechs Runden à 6 km + Startschleife) und 1.800 Höhenmeter in 1:55,30 Stunden. Die 22-Jährige aus Solothurn distanzierte die zweitplatzierte Norwegerin um 1:12 Minuten. Mit einem Rückstand von 3:43 Minuten wurde die Elisabeth Osl Dritte. Auf Rang vier kam die Führende in der Wertung der Rennserie "Internazionali d’Italia", Annabello Stropparo. Fünfte wurde U23-Europameisterin Eva Lechner aus Südtirol.

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Dahle über Comeback überglücklich
Bei den Damen konzentrieren sich die Blicke der Fachleute vor allem auf Gunn-Rita Dahle, die nach fast einjähriger Rennabstinenz in Nals ihr Comeback gefeiert hat. Dahle konnte bis zur vorletzten Runde mit Schneitter mithalten, musste sie dann allerdings ziehen lassen. "Ich bin überglücklich", sagte die Siegerin nach der Zieldurchfahrt. "Es ist mein erster Sieg in einem Elite-Rennen. Ich habe mir den Sieg nicht erwartet, da ich letzte Woche in Buchs nur Neunte wurde." In der Tat: Die Schweizerin ist in der letzten Runde regelrecht davongezogen, während Dahle nicht mehr reagiert hat. "Ich habe heute keine Chance gegen Nathalie gehabt, die ein Super-Rennen gefahren ist", sagte die Olympiasiegerin bescheiden. "Ich bin aber wegen meines guten Wiedereinstieges in das Renngeschehen überglücklich und es hat mir großen Spaß gemacht."

Tempoverschärfung in dritter Runde bringt Entscheidung
Bei den Herren war Ivan Alvarez Gutierrez aus Spanien eine Klasse für sich. Dem 26-Jährigen aus Talavera, 150 km südlich von Madrid, gelang in Nals ebenfalls der erste große internationale Sieg, nachdem er vergangenen Sonntag bei den Open de Espania in Madrid Dritter wurde. Gutierrez beendete die 48 km (acht Runden) in 2:00,55 Stunden. Dabei ließ er den zweitplatzierten Italiener Marco Aurelio Fontana um knappe zwei Minuten hinter sich. "Ich habe versucht, in der dritten Runde das Tempo zu verschärfen", sagte der Giant-Italia-Fahrer. "Nachdem ich bemerkt hatte, dass niemand auf meine Attacke reagiert, bin ich auf und davon. Ich bin überglücklich zum ersten Mal renommierte Weltcup-Fahrer hinter mir gelassen zu haben." Der Spanier ist ein Bergspezialist, weshalb ihm die Strecke in Nals besonders zugesagt hat. "Ich habe besonders hart trainiert, da ich 2007 unter anderem verletzt war, weshalb ich hart kämpfen musste, um wieder an die Spitze heranzukommen."

Fontana glaubt an Chance auf Olympia
Auch Marco Aurelio Fontana, 23 Jahre aus Cesano Maderno bei Mailand, ist mit dem Rennausgang zufrieden. "Ich musste beweisen, dass ich gut drauf bin", sagt der Sechste der Querfeldein-Weltmeisterschaft, "denn der Sportdirektor des italienischen Teams, Ex-Weltemeister Hubert Pallhuber hat zugeschaut und ihm musste ich beweisen, dass ich ein ernst zu nehmender Kandidat für die Olympischen Spiele von Peking bin." Der drittplatzierte Hector Leonardo Paez ist zwar ein Marathon-Spezialist. Da er aber sehr wahrscheinlich für Kolumbien zu den Olympischen Spielen fahren wird, muss er, wie er erzählt, auch Cross-Country-Rennen bestreiten, um für den olympischen Wettkampf gerüstet zu sein.

Teilnehmerrekord bei achter Auflage
Mit 670 Athleten aus 23 Nationen konnten die Veranstalter des "8. Marlene Sunshine Race" einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen. "Die große internationale Präsenz ehrt uns natürlich", sagt OK-Präsident Florian Pallweber, "sie spricht aber auch für die Beliebtheit des Rennens". Von den 670 Athleten gehörten 218 den Kategorien Elite-Damen und -Herren an. Die Rekordzahlen führt Pallweber zum einen auf die Zugehörigkeit zur Rennserie "Internazionali d’Italia" zurück und zum anderen auf die Austragung der italienischen Vereinsmeisterschaft, die viele Jugendsportler angezogen hat.

Publikum näher an die Strecke heranführen
"Wir haben an verschiedenen Schlüsselstellen eigene Zuschauerkorridore geschaffen", erzählt OK-Chef Florian Pallweber. "Damit wollten wir zum einen mehr Sicherheit garantieren und zum anderen mehr Zuschauer an die Strecke bringen."

Quelle:
Gernot Mussner



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