
Karl Platt im Ziel

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Knysna - Uniondale

M.Milatz - T. Böhme

Impressionen

Impressionen
Stefan Sahm und Karl Platt gewinnen erste Etappe der Absa Cape Epic
bike2b-Redaktion am 24.03.2007 - 19:17 Uhr
Schon die erste Etappe der Absa Cape Epic, dem 'Magical and Untamed African Mountain Bike Race' wurde dem Ruf des Etappenrennens – eine der härtesten aber schönsten Herausforderungen auf dem Mountainbike zu sein – gerecht. Hunderte von jubelnden Zuschauern verabschiedeten die 1.206 Teilnehmer aus 43 Nationen am Morgen des 24. März um 7:00 Uhr an der Knysna Waterfront und schickten sie auf ihre achttägige Abenteuerreise durch Südafrikas Western Cape.
Sprint um den Etappensieg
Das Herrenrennen endete mit einem packenden Zielsprint zwischen Team Bulls und Team Cannondale-Vredestein 1, wobei die Deutschen Stefan Sahm und Karl Platt (Bulls) knapp die Nase vorn hatten. Mit fünf Hundertstelsekunden Vorsprung gewannen sie die erste Etappe nach 4:01.16,1 Stunden vor Roel Paulissen (BEL) und Jakob Fuglsang (DEN). Die weiteren Platzierungen lesen sich wie das Who is Who der internationalen Mountainbikeszene: Der amtierende Marathonweltmeister Ralph Naef (SUI) und der Olympia-Silbermedaillengewinner José Hermida (ESP) wurden Dritte, Vorjahressieger Silvio Bundi und Gion Manetsch (beide SUI) Vierte und Olympiasieger Bart Brentjens und Rudi van Houts (beide NED) fünfte.
Etappensieg für Platt und Sahm
Karl Platt und Stefan Sahm waren überwältigt von ihrem Etappensieg und hatten beide nicht damit gerechnet. “Dies ist mein Premierenrennen bei der Absa Cape Epic und auch das erste Mal überhaupt, dass Karl und ich zusammen ein Rennen fahren“, sagt Stefan Sahm. „Ich kann kaum glauben, dass wir die erste Etappe gewonnen haben. Und die ersten zu sein, die dieses Jahr das Leader Jersey tragen dürfen, ist schon ganz was Besonderes. Die Begeisterung der Menschen hier ist unglaublich. Auch die Strecke heute war super, die Landschaft ist wirklich traumhaft. Streckenweise musste ich etwas kämpfen, denn Karl war heute stärker als ich.“ Die riesengroße Freude der beiden Deutschen als sie den Zielsprint gewonnen hatten, war nicht zu übersehen. „Uns bedeutet dieser Etappensieg sehr viel“, sagt Karl. „Wir haben ein neues Team mit neuen Sponsoren, sind voll motiviert und können nun etwas zurückgeben. Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu, denn wir sind ja die ganze Zeit mit Roel und Jakob zusammen gefahren und hatten dann die bessere Taktik beim Sprint.“
Angriff nach Prince Alfred’s Pass
Die erste Etappe mit 101 Kilometern Länge und 2.660 Höhenmetern forderte die Zweierteams gleich zu Beginn ihrer achttägigen Reise. Die ersten 50 Kilometer führten durch dichten Urwald und auf den ersten 20 Kilometern mussten die Fahrer gleich 660 Höhenmeter erklimmen, was das Feld auseinander zog. Die Strecke führte nach Norden. Nach den schattigen, feuchten Wäldern präsentierte sich das landschaftliche Kontrastprogramm – der zweite Teil der Etappe führte durch die heiße, trockene Klein Karoo wo die größte Herausforderung des ersten Tages vor ihnen lag. Nach der Wasserstelle am Fuße des berühmten Prince Alfred’s Pass lag ein Kräfte zehrender, 14 Kilometer langer Anstieg mit 272 Höhenmetern vor ihnen. Hier holte Team Cannondale-Vredestein 1 den Hammer raus und attackierte. Team Bulls und Team Dolphin mit Bart Brentjens und Rudi van Houts waren die einzigen, die das schnelle Tempo mitgehen konnten. Während die Topfahrer den Anstieg für taktische Spielchen nutzten, kämpften die Backmarker mit schweren Beinen und dem losen Geröll auf dem historischen Wagon Trail, dem letzten Streckenabschnitt nach Uniondale.
Südafrikanerinnen gewinnen Damenwertung
Das führende Damenteam, Duravit, mit Anke Erlank (RSA) und Yolande De Villiers (RSA), fuhr heute ein phänomenales Rennen und kam als 33. Team der Gesamtwertung ins Ziel mit nur 44 Minuten Rückstand auf Weltcupsieger Roel Paulissen. Yolande ist eine dreifache, berufstätige Mutter und kann nur früh morgens oder spät abends trainieren. Trotzdem ist sie ein der stärksten Mountainbikerinnen Südafrikas. Von dieser Stärke profitierte heute auch Anke Erlank, die sich durch die erste Etappe kämpfen musste, weil sie ‚keine Beine’ hatte.
Großes Ambiente beim Cape Epic
In Uniondale wurden die Teams von Hunderten begeisterten Kindern mit bunten selbstgebastelten Flaggen begrüßt. Noch beeindruckender als die herzliche Begrüßung war für die Absa Cape Epic ‚Frischlinge’ der erste Anblick des Race Village mit 1.200 orangefarbene Zelten akkurat in Reih und Glied aufgebaut, Massagestationen, riesigen Cateringzelten, und einem großer Wohnmobilpark. Auch die Medien waren begeistert als sie einen internationalen MTB Topstar nach dem anderen vor die Kamera bekam.
Nächstes Ziel: Oudtshoorn
Nach einer kurzen Erholungsphase in der jeder Absa Cape Epic Teilnehmer versucht, so viel wie nur möglich zu essen, brechen die Fahrer morgen früh um 7:00 auf zur 132 Kilometer langen zweiten Etappe von Uniondale nach Oudtshoorn mit insgesamt 2245 Höhenmetern. Der brutalste Anstieg, der die Fahrer erwartet, nennt sich ironischerweise ‘Stairway to Heaven’ – eine ein Kilometer lange, technische Rampe mit 22 Prozent Steigung.
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