
Julien Absalon

Florian Vogel

Inaki Lejarreta Errasti

Jochen Käß

Jochen Käß

Balz Weber
U23: Favoritensieg von Absalon - Käß 8. - Manuel Fumic scheidet nach frühem Sturz aus
T-Mobile, Bike2b-Redaktion am 05.08.2002 - 12:38 Uhr
Beim U23-Rennen verzogen sich die Mienen im deutschen Lager schon nach wenigen Minuten. Manuel Fumic, als aussichtsreicher Medaillenkandidat ins Rennen gegangen, rutschte auf der Wiese am Albisguetli das Vorderrad weg. Der 20-Jährige stürzte harmlos.
Jochen Käß enttäuscht: Kette verbogen
"Dann sind mir zwei Konkurrenten über das Rad gefahren. Dabei hat sich die Kette verbogen und es war unmöglich weiter zu fahren". So schilderte der Kirchheimer tief enttäuscht die Situation, die Jochen Käß zum einzigen deutschen Hoffnungsträger machte.
Gute Verfassung
Der Oberstenfelder zeigte sich in einer guten Verfassung. Er sprengte nach der ersten Runde mit seiner Attacke eine fast 20-köpfige Gruppe, in der sich auch der Däne Peter Riis Andersen ("ich konnte Jochens Attacke nicht mitgehen) vom Team T-Mobile befand.
Daraus entstand eine neunköpfige Spitzengruppe, die fast bis zum Schluss der 38,5 Kilometer Bestand hatte. "Ich habe wie Absalon immer versucht von der Gruppe wegzukommen", erklärte Käß im Ziel enttäuscht.
"Das Tempo war zu hoch"
"Es war nicht möglich früher weg zu fahren, das Tempo war zu hoch", bestätigte der neue und alte Europameister aus Frankreich, der von einem "sehr, sehr taktischen Rennen" sprach. "Als Absalon in der vorletzten Runde weg fuhr, konnte ich nicht folgen und die anderen haben resigniert", erzählte Käß.
Bundestrainer Bruckner zufrieden
"Jochen hat ein gutes Rennen gemacht", zollte Bundestrainer Frank Brückner Anerkennung", das Ergebnis ist schlechter als die Leistung". Von den verbliebenen acht Verfolgern hatte Jochen Käß wohl die meisten Attacken gefahren und konnte deshalb nicht mehr mithalten, als die Medaillen ausgefahren wurden.
Florian Vogel auf Platz zwei
Der Schweizer Florian Vogel ("ich hätte nie damit gerechnet") wurde mit 0:45 Minuten Rückstand Zweiter, der Spanier Inaki Lejaretta ein Sekunde dahinter Dritter. Auf den Bronzerang verlor Käß nur 23 Sekunden.
6,8 Kilometer ohne Schwierigkeiten
Peter Riis Andersen (Dettingen Teck) kämpfte mit dem Kurs ("ich bin kein Strassenfahrer") und arbeitete sich durch das Rennen mehr als dass er es fuhr. Erst auf den letzten beiden Runden kam er besser ins Rollen und wurde noch 13., mit 2:29 Minuten Rückstand. Der 6,8 Kilometer lange Kurs in Zürich besitzt keinen steilen Anstieg und keine technisch schwierigen Passagen.
Böhme auf Platz 19, Genze auf Platz 20
Die nächsten Deutschen kamen auf den Positionen 19 (Tim Böhme aus Singen) und 20 (Hannes Genze aus Magstadt) ins Ziel. Damit war der Bundestrainer ganz zufrieden. Vor allem Genze zeigte eine famose Aufholjagd und hätte mit einem günstigeren Start (Sturz) einen Platz unter den besten 15 durchaus realisieren können.
Junioren Rennen
Das Junioren-Rennen gewann der Schwede Tomas Lowkvist vor dem Tschechen Jaroslav Kulhavy und Iouri Trofimov. Die besten Deutschen waren Markus Kauffmann auf Rang Zwölf und Benjamin Rudiger auf Platz 20. Bei den Juniorinnen setzte sich die Schweizerin Bettina Schmid vor Eva Lechner aus Italien und Petra Bublova aus Tschechien. Adelheid Morath und Almut Grieb belegten die Plätze Sieben und Acht.
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