
Spitzengruppe

Urs Huber

Esther Süss

Podium Herren

Podium Damen

Podium Herren Kurzdistanz

Podium Damen Kurzdistanz
Vierter iXS-classic-Sieg von Urs Huber bei der Eiger Bike Challenge
bike2b-Redaktion am 18.08.2008 - 09:58 Uhr
Wie beim Swiss Bike Masters vor vier Wochen haben sich Urs Huber und Lukas Buchli im Finale der Eiger Bike Challenge ein hartes Duell geliefert, das erneut mit Streckenrekord zu Gunsten von Huber ausgegangen ist. Der iXS-classic-Leader unterbot die Bestzeit von Weltmeister Christoph Sauser von 2005 um 40 Sekunden. Bei den Frauen blieb abermals Esther Süss ungeschlagen. Huber wie Süss haben die iXS classic bereits zwei Rennen vor Schluss für sich entschieden.
Im Quintett zur Großem Scheidegg
"Ich habe keinen Moment an meinem Sieg gezweifelt." Die Äußerung von Urs Huber, der an der Eiger Bike Challenge seinen vierten Sieg innerhalb der diesjährigen Langstreckenserie iXS classic feierte, zeugt vom wieder gewonnenem Selbstvertrauen nach dem Rückschlag bei der Schweizermeisterschaft, wo er lediglich den siebten Rang erreicht hatte. Eine Zeit lang standen die Zeichen jedoch nicht zugunsten des Aargauers. Huber führte zwar die gesamte erste Steigung hinauf zur Großen Scheidegg und dezimierte mit seiner Tempovorgabe die Spitzengruppe auf ein Quintett mit Lukas Buchli, Sandro Spaeth, Thomas Zahnd und Thomas Stoll. In der Abfahrt setzte sich Buchli jedoch ab und fuhr mit bis zu zweieinhalb Minuten Vorsprung alleine voraus. Es schien so, als ob der Bündner seinen Parforceritt, mit dem er zwei Wochen vorher im Val Lumnezia den Schweizermeistertitel gewonnen hatte, wiederholen könnte.
Aufholjagd mit Stürzen
Doch Huber gab nicht auf. Obschon er während der Aufholjagd zweimal spektakulär stürzte – einmal fuhr er in ein Schlammloch und flog über den Lenker ab, einmal rutschte das Hinterrad weg – holte er Buchli in der Steigung zur Kleinen Scheidegg 20 Kilometer vor dem Ziel ein. Zuvor hatte Huber bereits Spaeth, der Sieger der Jahre 2003 und 2004, stehen gelassen. Spaeth handelte sich später auch noch einen Platten ein und fiel auf den sechsten Platz zurück. In der Schlussabfahrt setzte Buchli nochmals alles auf eine Karte, um den Kontakt zu Huber wieder herzustellen. Ein platzender Vorderreifen machte dem Vorhaben jedoch ein jähes Ende. Mit hohem Tempo flog Buchli in die Botanik. Es grenzte an ein Wunder, dass Mann und Material den Abflug einigermaßen unbeschadet überstanden und die Fahrt fortsetzen konnten. Benommen erreichte er das Ziel als Zweiter und musste sich zuerst am Knie verarzten lassen. Beim Sturz hatte er sich eine Schramme zugezogen, die genäht werden musste. Als Dritter erreichte aber nicht Stoll das Ziel sondern Zahnd, dem nach anfänglichen Schwierigkeiten ein starkes Finale gelang. "Mit jedem Kilometer lief es besser. Als ich Stoll vor mir sah, sagte ich mir, jetzt überholst du den und dann hat noch jemand einen Platten und du wirst Dritter. Genau so ist es gekommen", freute sich Zahnd. Allerdings nicht, ohne Kollege Spaeth mit einer Pressluftpatrone auszuhelfen. Doch diese funktionierte nicht, wie Spaeth berichtete. Erst die Patrone von Vorjahressieger Gion Manetsch, der das Ziel als Fünfter erreichte, brachte wieder den erhofften Luftdruck. "Schade!", ärgerte sich Spaeth. "Ich hatte gute Beine."
Auch bei den Frauen Spannung
Spannend verlief auch das Rennen bei den Frauen: Auf der Großen Scheidegg erschien Anita Steiner mit zwei Minuten Vorsprung auf die favorisierte Schweizer- und Europameisterin Esther Süss. Erst bei halber Distanz konnte Süss zu Steiner aufschließen, die die Eiger Bike Challenge zuvor bereits achtmal gewonnen hatte, und sich von ihr distanzieren. Der Vorsprung von Süss fiel mit 5:30 Minuten allerdings ungewohnt moderat aus. "Ich bekam zu Beginn des Rennens keine Luft. Die ungewohnt kühlen Temperaturen machten mir zu schaffen", erklärte Süss. Das war aber nicht der einzige Grund, weshalb Steiner zu Beginn davonzog: "Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, als Erste auf der Großen Scheidegg anzukommen, da ich in den Abfahrten nicht so versiert bin wie Süss", erklärter Steiner, die bereits 42 Lenze zählt. Als Dritte erreichte mit Antonia Wipfli die SM-Dritte das Ziel, die wie Steiner über mangelndes Talent in den Abfahrten klagte.
Sieg für Freiburghaus und Dicht auf der Kurzdistanz
Auf der Kurzdistanz triumphierte erneut Sepp Freiburghaus. Leader bleibt Konny Kooser, der das Ziel als Dritter hinter Michael Hutter erreichte. Bei den Frauen hat Erika Dicht die Classic mit dem fünften Laufsieg in Folge bereits entschieden.
Quelle:
PM
Zurück