
Start in Leysin

Carsten Bresser

Lado Fumic

Marc Gölz

Stefan Sahm

Miguel Martinez

Christoph Sauser

Sabine Spitz
Weltcup in Leysin: Martinez siegt vor Sauser - Carsten Bresser auf Rang 7
T-Mobile, Bike2b-Redaktion am 06.08.2001 - 10:35 Uhr
Den 6. Lauf des MTB XC Weltcup im schweizerischen Leysin gewann Weltmeister Miguel Martinez vor dem Einheimischen Christoph Sauser. Dritter wurde überraschend Ludovic Dubau (Frankreich). Ein tolles Ergebnis brachte das Rennen auch für das Team T-Mobile: Mit einem fulminanten Schlusspurt katapultierte sich Carsten Bresser auf den siebten Platz. Auch Lado Fumic lieferte als Zwölfter eine starke Vorstellung im hochkarätig besetzen Feld. Der Ludwigshafener Karl Platt vom Team Rocky Mountain belegte Rang 33. Marc Gölz (T-Mobile) kam spät auf Touren, erarbeitete sich aber noch einen 43. Rang.
Fahren in Euphorie:
"Ich bin am Schluss in eine Euphorie reingekommen, weil ich noch ein paar Leute vor mir sah", erzählte Carsten Bresser von seiner fantastischen letzten Runde. Als Zwölfter ging er in die letzte von fünf Runden (á 6,38 Kilometer) und im Ziel leuchtete die Sieben auf. "Ich konnte mich nochmal motivieren, weil es mir auch wichtig war, vor der Europameisterschaft unter die Top-Ten zu fahren."
Sachsentour forderte bei Fumic Tribut:
Bresser erreichte damit sein Ziel, für die EM Selbstvertrauen zu tanken. Dies unterstrich auch Lado Fumic. Der Deutsche Meister musste etwas mehr Tribut an die Sachsentour zollen als sein Teamkamerad. Während an der Spitze in wechselnden Gruppen Tempo gefahren wurde, konnte er die Geschwindigkeit zu Beginn nicht mitgehen. "Ich war am Anfang so kaputt. Mir hat die Schnelligkeit vollkommen gefehlt", erklärte Fumic.
Bundestrainer - Nur noch Belastungsspitzen trainieren:
Nicht verwunderlich, meinte Bundestrainer Frank Brückner: "Nach der Sachsentour ist das völlig normal. Sobald das Tempo langsamer wird, kommen sie wieder mit. Bis zur EM müssen wir jetzt nur noch für die Belastungsspitzen sorgen". Dass sich Fumic mit seinen schweren Beinen trotzdem noch vom 21. Platz aus der Einstiegsrunde bis auf Rang Zwölf (2:01:18 Stunden) nach vorne kämpfte, verdient Respekt.
Miguel Martinez mit starkem Auftritt:
In der Endphase des Rennens zeigte der schmächtige Franzose Miguel Martinez (Full Dynamix) einmal mehr, was in ihm steckt. Er distanzierte Christoph Sauser (Volvo Cannondale) auf der letzten Runde und gewann nach 1:57:23 Stunden mit 48 Sekunden Vorsprung.
Sahm gab auf:
Stefan Sahm hatte die Vorbelastung der Straßenrundfahrt schlechter weggesteckt. Der Mössinger musste nach der Hälfte der Distanz aus dem Sattel steigen und aufgeben. "Ich hatte einfach keine Spannung in den Beinen. Ich habe ein paar Mal versucht, an Konkurrenten dran zu bleiben, aber es ging nicht". Team-Arzt Olaf Schumacher erklärte dies als Auswirkung der Etappenfahrt auf der Straße: "Das ist ein ganz normales Phänomen".
Gölz holte 20 Plätze auf:
Marc Gölz kam nur langsam auf Touren. "Es hat gedauert bis zur zweiten Runde und die letzten beiden Schleifen ging es dann richtig gut". Von der Mitte des Rennens bis zum Ende machte er fast zwanzig Plätze gut und wurde 43., mit 12:30 Minuten Rückstand. Gölz zuversichtlich: "Ich denke, nächste Woche wird es besser".
Damenrennen entschied sich auf den letzten 300 Metern:
Laurence Leboucher war die überraschende Triumphatorin im Damen-Weltcup in Leysin. In einem packenden Finish lancierte die Französin (1:57:25 Stunden) die entscheidende Attacke gegen Marga Fullana (1:57:43 Stunden) erst 300 Meter vor dem Ziel. Hinter dem Duo eroberte sich eine starke Annabella Stropparo (1:59:33 Stunden) den dritten Platz vor der Gunn-Rita Dahle (DBS).
Platz 5 für Sabine Spitz:
Sabine Spitz (Merida) kam als Fünfte in 2:00:49 Stunden ins Ziel und hatte die Norwegerin in der dritten Runde quasi schon auf dem Silbertablett vor sich liegen. Zwischenzeitlich hatte der Abstand von Spitz auf Dahle nur noch zehn Sekunden betragen. "Es war voraussehbar, dass es nicht so gut gehen würde", meinte die Deutsche Meisterin mit Blick auf die gerade absolvierte Thüringen-Rundfahrt auf der Straße. Allerdings stimmte das nur für die erste Runde. Dann wurde sie immer besser und sorgte für das beste Saisonresultat. Regina Marunde (Focus) wurde 12., Patricia Wöhrle (Schenker) 29.
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