
Stefan Danowski

Stefan Danowski

Stefan Danowski
Startnummer 13
Stefan Danowski am 18.06.2008 - 08:49 Uhr
Ich wusste am Freitag noch nicht, was mir am Wochenende so alles widerfahren sollte. Zunächst genoss ich den freien Tag mit etwas Training zur Lockerung der Beine und der Stimmung. Dies gelang nur teilweise, da ich mit dem geputzten MTB durch den Sommerregen fuhr und nach dem Radwechsel mit dem Schutzblechrad durch die Sonne. War mir aber egal, denn ich hatte frei und nachmittags ging es nach Willingen zum Bike-Festival.
Bei Stillstand bewegt sich nichts
Nachdem das Fluchtfahrzeug gepackt war, ging es auf die Autobahn und der rechte Fuß wurde schwerer und schwerer. Die ersten Kilometer vergingen wie im Fluge, als vor mir die gejagte Meute plötzlich keine Lust mehr hatte und stehen blieb. Es war wirklich eine Geduldsprobe, eine Stunde dazustehen und den Regen auf der Scheibe zu beobachten. Merkwürdig bei solchen Staus ist aber immer, dass man nicht mal den Grund erkennen kann und die Info's im Radio erst kommen, wenn man 20 km weiter weg ist.
Festival Willingen
Die restliche Reise verlief vorfallslos und Willingen präsentierte sich dann auch ohne Regen. Das Festival-Gelände zeigte sich wie immer bunt beflaggt, nur die Aussteller hatten sich teilweise neu sortiert. Insgesamt waren aber alle namhaften Hersteller und Komponenten-Jungs anwesend und diese hatten auch einige Attraktionen zu bieten. Wir sammelten am Freitag noch schnell die Nummer ein, bevor es in die Unterkunft und zum Essen ging. Die Zeit für das weitere Umschauen hatten wir leider auf der Fahrt verloren.
Sympatex Bike-Marathon
Diesmal ging es in Willingen bereits am Samstag auf die 123-km-Runde. Natürlich wieder mal um 7:30 Uhr rief Sven Simon zu AC/DC die Fahrer in ihre Startblöcke. Ich durfte mit meiner Startnummer 13 ganz vorne stehen und genoß diesmal den Start, denn der Streckenchef schoß mit dem Führungsfahrzeug so schnell durch Willingen, dass es zu keiner brenzligen Situation kam. Danach war es so wie jedes Jahr. Als "alter Hase" weiß man, wo man sein muss, um dabei zu sein. So gelang es mir diesmal auch, immer vorne dran zu bleiben, wenn das Hochsauerland eine Erhebung bot.
Erste Schleife und dann...
Zwar verpasste die erste Gruppe die Flucht von Bart Brentjens und einem Australier, aber ich glaube, die hätten wir auch nie einholen können. Der Rest der Meute, so zwischen sechs und teilweise zwölf Mann fuhren danach gemeinsam Richtung erster Streckenteilung nach 60 km. Am Ende dieser ersten Runde wurde das Tempo höher und wir verloren einige Fahrer. Ich fühlte mich gut und konnte die Tempowechsel mitgehen. Selbst zum Finale hin, war ich vorne dabei, um den Überblick zu behalten, wer welche Runde fährt. In der Verpflegung hatte ich allerdings einen Platten, der mich in die Box zwang.
Boxenstopps
Schnell hatte ich mit helfenden Händen den Platten repariert und nahm an Position zehn wieder das Rennen auf. Schon im Anstieg zum Ettelsberg holte ich Platz neun ein, Platz acht flickte auf der Abfahrt und Platz sieben musste am nächsten langen Abstieg leider alleine weiterfahren. Nun bewegte ich mich Richtung Ralph Berner, welcher sich aber lange sträubte eingeholt zu werden. Fast gegen Ende der zweiten Schleife, so um Kilometer 80 lag ich auf Platz sechs und wollte mit Ralph weiter nach vorne, als ein erneuter Platten mich zur Pause zwang. Dieser Platten war auch schnell repariert und ich folgte in einer Verfolgergruppe. An der Sprungschanze verließ erneut die Luft den Reifen und ich war gebrochen. Jetzt wurde nur noch notdürftig repariert und ich fuhr schon nach 96 km ins Ziel. Auf der mittleren Runde belegt ich aber noch den achtbaren vierten Rang, was mit drei Reparaturen nicht schlecht ist.
Was sonst noch so passierte
Nach der Zieldurchfahrt suchten wir noch lange nach Erklärungen, als plötzlich ein Zischen unser Gespräch unterbrach. Mein Hinterrad, was da so neben uns lag, verlor erneut die Luft. Platten Nummer vier. Gut, dass wir nicht doch die lange Runde begonnen hatten. Wir lassen uns aber von solchen Kleinigkeiten, man war ich böse, nicht unterkriegen, denn schon an diesem Wochenende wartet in Clausthal Zellerfeld der TrengaDe-Marathon auf mich. Mit neuen Reifen, neuer Moral und neuer Strecke kann es nur besser werden. Immer besser mit Fotos ist natürlich:
www.trenga.de. Startnummer 13 nehme ich bei keinem Rennen mehr diskussionslos an.
Dano
Zurück