Lado und Manuel Fumic gehören zweifelsfrei zu den besten Mountainbikern, die es in Deutschland gibt. Dennoch sorgen sie derzeit mit negativen Schlagzeilen für Furore. Ihre Einstellung bezüglich des "Whereabout"-Systems brachte den Brüdern aufgrund der "Missed Test Policy" eine dreimonatige Sperre ein. Gegen diese haben sie nun fristgerecht Revision eingelegt und sind daher weiterhin startberechtigt.
Sicherlich ist es falsch, die beiden aufgrund der nicht abgegebenen Aufenthaltsorte über das ADAMS-System mit einem überführten Dopingsünder gleich zu stellen, schließlich haben sie ihre Aufenthaltsorte dem BDR auf anderem Weg mitgeteilt. Es steht auch außer Frage, dass es nicht sein kann, einen Sportler in einem öffentlichen Restaurant zu einer Dopingprobe zu zwingen. Hier muss die NADA zusammen mit dem BDR über diskretere Wege nachdenken.
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Fest steht, dass es ohne unangemeldete Kontrollen keinen Erfolg im Kampf gegen Doping geben kann. Ein vernünftiger Anti-Doping-Kampf kann nur mit dem freiwilligen Einhalten von Pflichten und Regeln funktionieren. Ob diese immer sinnvoll erscheinen, steht auf einem anderen Blatt. Sie aber nur als menschenrechtsverletzend zu bezeichnen und keine Gegenvorschläge zu machen, dient weder dem Sport noch dem Anti-Doping-Kampf.
Am Ende schadet die Sturheit, oder soll man es Prinzipienreiterei nennen, der Fumic-Brüder vor allem dem Mountainbike-Sport. In einer Saison, in der der Kampf um die Olympia-Tickets die Schlagzeilen beherrschen sollte, geht es nun um eine Grundsatzfrage. Haben Lado und Manuel Erfolg mit ihrem Einspruch, ist das System, das erst seit dem 1. Juli 2007 so praktiziert wird, nicht mehr zu gebrauchen, denn dann könnten sich alle anderen Sportler auf das Fumic-Urteil beziehen und eine Ausfüllung über das Meldesystem ADAMS verweigern.
Dass das ganze Chaos sich auf die sportliche Leistung der Fumic-Brüder auswirkt, zeigen ihre Ergebnisse bei den beiden ersten Weltcup-Rennen. Das scheinbar sicher geglaubte Olympia-Ticket für Manuel ist erst einmal in die Ferne gerückt. Außerdem bleibt die Frage, ob Bundestrainer Frank Brückner Manuel oder Lado, sollten sie die Kriterien des BDR erfüllen, aufgrund ihrer Haltung überhaupt mit nach Peking nehmen würde. Wenn ja, hätten sie wahrscheinlich kein Problem damit, ihren Aufenthaltsort im August bekannt zu geben!