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Bulls erneut Zweiter im Sprintfinale beim VTS 2008

Team Bulls am 15.08.2008 - 13:00 Uhr

Mit 112,2 km musste heute die längste Etappe der Transschwarzwald gefahren werden. Vom 860m hoch gelegenen Wintersportort Schonach führte die Route nach Engen im Hegau. Mit recht ruhigem Tempo bewegte sich das Fahrerfeld auf den ersten Metern der Strecke. Die vom Höhenprofil her recht leichte Etappe hätte sich sehr gut für eine lange Soloflucht eines einzelnen Teams geeignet, doch die ersten Angriffe ließen zu Beginn etwas auf sich warten. Dann ergriffen Euteneuer / Gutmann vom Team Rothaus-Cube 2 die Initiative, versuchten eine Lücke zwischen sich und die ca. 30 Fahrer starke Führungsgruppe zu bringen, was ihnen jedoch nicht so richtig gelang. "Da hätte die beiden richtig fahren müssen, mit Vollgas attackieren. Sonst kommt man so früh nicht weg. Andererseits läuft man dann gefahren dass die Körner am Ende nicht reichen, es ist schon eine Gratwanderung." schätzt der Osthofener Platt die Situation ein.

Platt zog Tempo an
In der Folge versuchten verschiedene Teams alleine die Führung zu übernehmen, bis KM 35 gelang dies aber niemandem. "Dann wurde es echt nervös in der großen Gruppe, richtig unruhig. Jeder wollte vorne fahren um attackieren oder mitgehen können. Die Sturzgefahr war zu groß, das wollten Karl und ich nicht riskieren. Also haben wir das Tempo ordentlich hochgezogen." erzählt der Mössinger Sahm. "Dadurch wurde es ruhiger." grinst Karl Platt. "Es dauerte ein paar Kilometer, dann waren es ein paar Teams weniger, ich schätze so sechs bis acht. Das war eine gute Größe." fügt er an. Diese ca. 16-köpfige Spitzengruppe um das Leader-Duo Platt / Sahm blieb bis zu zehn Kilometer vor dem Ziel in Engen zusammen.

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Letzter Anstieg war eng und steil
Im Finale versuchte es als erstes das Team Gerolsteiner. "Die Attacke von Sven Kraus und Volker Ordovski war nicht schlecht. Kein Wunder, die wissen wie man so was macht." grinst Sahm. An einer Kuppe attackierten die beiden Straßenprofis und bildeten kurzzeitig das Führungsduo. "In der folgenden schnellen Abfahrt ist dann aber wieder alles zusammen gelaufen, da war wir in der Gruppe hintendran einfach im Vorteil." analysiert Bulls-Pilot Platt. "Die Schlüsselstelle war ein richtig steiler Wiesenanstieg auf den letzen Kilometern, danach war es eng bis ins Ziel." erzählt er weiter. "Wenn Du da vorne rausbekommen bist, hattest Du eine gute Chance auf den Tagessieg."

Mit viel Kraftaufwand an den Gegnern vorbei
Das Team Bulls jedoch fuhr in einer der hinteren Position in der Gruppe in die Schlüsselstelle hineinen. "Da dachte ich schon "Oh, Oh, das war ein Fehler."" meint Stefan Sahm. Mit einem Kraftakt und der richtigen Linienwahl konnte die beiden erfahrenen Athleten diesen Nachteil aber wieder wettmachen und zogen an vielen Konkurrenten vorbei.

Zielsprint entscheidet die fünfte Etappe
Gemeinsam mit den Teams von Vaude und Cube wurde erneut ein Sprintfinale eingeläutet. Die schmale und steile Zielanfahrt konnte das Duo Bettinger / Rudiger (Rothaus-Cube 1) am besten nutzen und setzen sich mit einem hauchdünnen Vorsprung vor dem Bulls-Duo Platt / Sahm durch.

Gesamtsieg vor Augen
"Wir sind dem Gesamtsieg mittlerweile sehr nahe." freut sich Karl Platt. "Sicher sein können wir uns aber noch nicht. Auf dem MTB kann immer alles passieren. Aber das ganze Team gibt sein bestes, damit wir mit Bulls das zweite Etappen-Rennen in dieser Saison gewinnen."



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