
Strobel und Kaufmann

Strobel und Kaufmann

Andi Strobel
Erfolgreiche "Flitterwochen" für Andi Strobel im Schwarzwald
Andi Strobel am 18.08.2008 - 13:28 Uhr
Zwei Dinge hätte ich mir zuvor nicht gedacht. Zum einen, dass es für uns hier möglich werden könnte, in die Top Five reinzufahren, und zum anderen, dass diese Flitterwoche derartig anstrengend werden würde.
Geschenkt bekommst du nix
Bereits auf der ersten Etappe waren wir überrascht, dass wir unter den besten drei Teams auf der Strecke herumgeradelt sind. Da kämpften wir noch zusammen mit den SRM-Stevens-Jungs Karl Markt und Calle Friberg, dass wir von Bulls nicht zu sehr abgehängt werden. Dabei landeten wir doch tatsächlich auf dem zweiten Rang. Eins war uns aber da schon klar, geschenkt bekommen wir nix. Wenn wir das halten wollten, müssten wir wieder mal ums Überleben kämpfen - wie immer. Hinter uns lauerte schon die Meute und wartete nur darauf, dass wir schwächeln.
Es regnete von früh bis spät
Am zweiten Tag ging es uns dann tatsächlich nicht so toll, also kam unser kleiner Defekt als gelegene Pause zum Durchschnaufen. Danach Vollgas und Schadensbegrenzung, aber unser zweiter Platz war erst einmal weg. Der dritte Tag war dann die Hölle. Es regnete was runter ging von früh bis spät. Super, so stelle ich mir die perfekte Hochzeitsreise vor. Na ja, vielleicht sollte es ja am nächsten Tag besser werden.
Stärken am Berg ausgespielt
Und tatsächlich, die Sonne kam raus, die Beine waren gut, Markus und ich waren uns einig: Wenn nicht heute, wann denn dann! Die Berge waren heute so steil, dass wir unsere Stärken so richtig ausspielen konnten. Ergebnis: Sieg und wieder der zweite Rang im Gesamtklassement!
Auf der letzten Etappe war etwas im Busch
So, nun mussten wir uns nur noch auf der darauf folgenden Flachetappe gegen die Attacken wehren und noch einen saukalten Regentag überstehen. Ging gut, passt! Dann war da aber noch der letzte Tag. Puh! Wir ahnten schon, dass da noch was im Busch war. Alb-Gold wollte mit aller Macht noch vom vierten Platz aufs Stockerl vorpreschen. Das taten sie dann auch und zwar so gewaltig, dass wir uns sogar noch um unseren zweiten Platz Sorgen machen mussten. Schon wieder so eine furchtbare Quälerei und das am letzten Tag. Doch unser Vorsprung war zum Glück so komfortabel, dass nichts mehr anbrennen konnte.
Echte Flitterwochen müssen her
Noch mal ein ganz dickes Dankeschön an unser riesiges Betreuerteam, das uns fast rund um die Uhr das harte Radlerleben so angenehm wie möglich gemacht hat, ohne das wäre so eine Leistung sicher nicht so leicht gewesen. Jetzt reicht es aber wirklich. Jetzt müssen echte Flitterwochen her. Da muss ich nur noch am Hinterrad meiner Frau dran bleiben, das werde ich hoffentlich noch schaffen, und wenn nicht, dann bleibe ich halt am Strand.
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