
Die Mixed-Sieger

Bettinger und Rudiger

Bianca und Sascha Knöpfle

Die Knöpfles
Knöpfle/Knöpfle mit sechstem Tagessieg
Team Rothaus-Cube am 18.08.2008 - 11:00 Uhr
Die Rothaus-Cube-Biker Bianca und Sascha Knöpfle sicherte sich mit ihrem sechsten Tagessieg in Murg-Niederhof den Gewinn der Mixed-Wertung bei dem dritten Trans Schwarzwald. Benjamin Rudiger und Matthias Bettinger verloren am letzten Tag noch ihren dritten Gesamtplatz, Uwe Hardter wurde in der Einzelwertung Vierter.
Rudiger und Bettinger verlieren Podiumsplatz am letzten Tag
Benjamin Rudiger und Matthias Bettinger waren nach den letzten 83 Kilometern zwischen Grafenhausen und Murg-Niederhof deprimiert. Das Rothaus-Cube-Duo hatte am ersten Berg den Anschluss an die Spitz verpasst und da die überlegenen Gesamtsieger Karl Platt und Stefan Sahm so richtig auf die Tube drückten, wurde der Abstand schnell größer. Hannes Genze und Torsten Marx waren gerade noch so mit Sahm/Platt mitgekommen und profitierten vom Tempo an der Spitze. So nahmen die beiden Alb-Gold-Biker hinter den Bulls-Fahrern dem Rothaus-Cube-Duo fast zehn Minuten ab und stießen Rudiger/Bettinger noch vom Podium. Die wurden 5:46 Minuten hinter Genze/Marx und 36:05 Minuten hinter Platt/Sahm Gesamtvierte. "Das ist schon demoralisierend. Wir haben im Verlauf der Woche zwei größere Fehler gemacht und das können wir uns gegen solche Konkurrenz nicht erlauben", meinte Benjamin Rudiger enttäuscht. Mit Hannes Genze hatten die Beiden immerhin einen früheren Marathon-Europameister als Gegner.
Sahms Lob für Bettinger
"Schade, aber so ist das halt", sagte Bettinger Schulter zuckend. Neben dem Etappensieg, den sie auf der fünften Etappe hatten einfahren können, bleibt ihm auch noch die spezielle Anerkennung von Stefan Sahm. "Matthias Bettinger ist mir positiv aufgefallen. Es ist schon erstaunlich, was der als Feierabendbiker leistet", sagte Sahm und fand, dass das Duo ohnehin immer besser in die Welt der Zweier-Etappenfahrer hinein finden würde.
Schwere Beine auf der letzten Etappe
Für das zweite Rothaus-Cube-Team im Männerlager endete der Trans Schwarzwald mit einer "Radtour", wie Felix Euteneuer die letzte Etappe bezeichnete. Mit mehr als 50 Minuten Rückstand kamen sie einen Tag nach ihrem Tagessieg weit abgeschlagen ins Ziel. "Wir hatten zwei Defekte und wir haben den gestrigen Tag noch in den Beinen gespürt. Wir haben uns dann keinen Stress mehr gemacht", berichtete Euteneuer, für den es überhaupt der erste Wettkampf über eine Marathon-Distanz war. Als Neunte in der Gesamtwertung beendeten sie die 553 Kilometer von Nord nach Süd und hatten mehr erreicht als erhofft. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier einen Etappensieg holen können", war auch Partner Heiko Gutmann mehr als zufrieden mit dem Verlauf. "Am ersten Tag haben wir ein bisschen überzogen aber dann wussten wir, wie wir das angehen müssen", sagte Gutmann nach seiner zweiten Teilnahme am Trans Schwarzwald.
Tolle Woche für Bianca und Sascha Knöpfle
Bianca und Sascha Knöpfle ließen am Samstag nichts mehr anbrennen. Mit 5:56 Minuten Vorsprung auf Katrin Schwing/Marcel Reiser holten sich die beiden Geschwister aus Hubertshofen ihren sechsten Etappensieg und damit 40:37 Minuten Vorsprung auf die Nationalfahrerin und ihren 22-jährigen Partner die Gesamtwertung. "Besser hätte es nicht laufen können. Das war ein super Trans Schwarzwald, eine tolle Woche. Ich fühle mich jetzt auch nicht ausgepowert", zog Bianca Knöpfle nach ihrem kurzfristig anberaumten Einsatz Bilanz und klopfte ihrem 19-jährigen Bruder Sascha verbal auf die Schulter. "Er hat das gut gemacht, wenn man bedenkt, dass er noch nie mehr als einen 80-Kilometer-Marathon gefahren ist", sagte die etatmäßige Straßenfahrerin nach dem überlegenen Sieg.
Überrschung durch Mixed-Paar Griner/Baeten
Auf Platz Drei, und das darf man auch als Überraschung bezeichnen, kam sowohl in der Tageswertung als auch in der Gesamtwertung die zweite Mixed-Paarung von Rothaus-Cube. Annette Griner und Sam Baeten hatten sich während der ganzen Woche zwischen Pforzheim und Murg-Niederhof sehr gut präsentiert. Sie ließen auch die Duos mit den Nationalfahrerinnen Claudia Seidel (mit Jakub Blaha) und auch Ivonne Kraft (mit Andreas Wieland) hinter sich. "Damit hätte ich nie gerechnet. Platz fünf wäre schon ein Erfolg gewesen. Wir sind hochzufrieden", sagte Griner. Ihr Partner Sam Baeten sei "richtig stark" gewesen und hätte in der Einzelwertung wohl vorne mitfahren können.
Hardter ein fairer Vierter
In dieser erstmals ausgefahrenen Single-Wertung belegte Uwe Hardter am Ende Rang vier. Der Freiburger ärgerte sich über die vorletzte Etappe, an dem er den Podiumsplatz verloren hatte, auch weil er mit kalten Temperaturen und Regen körperlich nicht so gut zurecht kommt. "Da habe ich alles vermasselt. Heute als es warm wurde, ging es wieder besser." Allerdings zeigte er sich auch als fairer Verlierer. "Lukas Kubis war in den letzten Tagen sehr stark und hat es verdient auf dem Podest zu stehen." Hardter zog nach seinem vierten Tagesrang (5:38 Minuten hinter Gesamtsieger Jochen Käß) dennoch ein positives Fazit. "Es ist zwar schade, dass ich nach der TransAlp schon wieder auf Rang vier lande aber ich hatte an ein paar Tagen gute Beine und ich denke, ich habe viele Erfahrungen gesammelt, die mir noch was bringen werden", kommentierte Hardter, der als Gesamtvierter mit 48:10 Minuten Rückstand auf Käß die Seniorenwertung gewann.
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