Specials Eventspecials 2008 Bundesliga Heubach

Sprintstart

Rene Tann

Crash

Verletzt!

René Tann: erneut schwerer Sturz in Heubach

Armin M. Küstenbrück am 27.05.2008 - 14:34 Uhr

Bei der neuen eingeführten Sprintdisziplin wurde der Suhler Mountainbiker René Tann bereits im Viertelfinale zu Fall gebracht und dabei schmerzhaft am Oberschenkel verletzt.

Heubach kein gutes Pflaster für Tann
Heubach am Fuße der Ostalb ist kein gutes Pflaster für René Tann. Vor einem Jahr war der Sportsoldat in Diensten des Teams Fuji-Bikes Europe beim Training auf der kurzen, aber steilen Strecke des höchstdotierten deutschen Bundesliga-Rennens schwer gestürzt, musste danach mehrere Wochen pausieren und noch länger mit Schmerzen trainieren und Rennen fahren.

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Guter Start im Viertelfinale
Und auch in diesem Jahr war dem Thüringer das Glück nicht hold: Bereits beim ersten Lauf des Sixpack-Sprints, bei dem analog zum Skilanglauf jeweils sechs Fahrer in einem kurzen Ausscheidungsfahren gegeneinander antreten, wurde er - obwohl in Führung liegend - von einem Konkurrenten unsanft vom Rad geholt. Bis dahin war alles nach Plan verlaufen. Tann hatte sich mit einer souveränen Leistung für die dreißig Startberechtigten des Sixpacks-Rennen qualifiziert und musste gleich im ersten Heat antreten. Tann erwischte einen guten Start, setzte sich sofort an die Spitze der Sechser-Gruppe und kontrollierte das Feld von vorne. "Ich bin gar nicht voll gefahren, ich wollte erst in der zweiten Runde richtig antreten", beschrieb Tann nach dem Rennen seine Taktik.

Aus nach Crash mit Jochen Käß
Als Erster kam Tann aus der ersten der beiden deutlich verkürzten Runden zurück, direkt an seinem Hinterrad die fünf Verfolger, als in einer durch losen Schotter rutschigen Linkskurve der Oberstenfelder Jochen Käß auf der Innenbahn überholen wollte, wie es zunächst schien. Später erst stellte sich heraus, dass Käß von einer anderen, geradeaus führenden Streckenführung ausgegangen war und einfach nur links vorbeiziehen wollte. Stattdessen fuhr er Tann, der längst den Kurvenbogen begonnen hatte, mit voller Wucht in die Seite und brachte damit nicht nur Tann und sich selbst, sondern auch noch zwei weitere Konkurrenten zu Fall. Lediglich zwei Fahrer konnten dem Sturz entgehen und qualifizierten sich so für die nächste Runde, während für die anderen vier das Aus kam. Für den 22-jährigen Suhler bedeutete das auch gleichzeitig das Aus für den Bundesliga-Lauf am Sonntag. Auf dem groben Schotter und dem anschließenden Asphalt hatte er sich den linken Oberschenkel so tief aufgeschürft, sodass selbst ein Start beim Weltcup am kommenden Wochenende in Andorra fraglich scheint.

Start in Andorra fraglich
Dennoch ist Tann trotz aller Schmerzen und Enttäuschung nicht sauer auf seinen Kontrahenten. "Ein Teamkamerad von Jochen war kurz vor dem Rennen schwer gestürzt. Jochen und weitere Mannschaftskollegen kümmerten sich bis kurz vor dem Start um den Verletzten. Deswegen hat er nicht mitbekommen, dass extra für das Sprintrennen die Strecke etwas geändert worden war. Beim Einzelzeitfahren davor war es an dieser Stelle noch geradeaus gegangen", zeigt Tann Verständnis für den folgenschweren Fahrfehler: "Es war einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände." Tann kehrte nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt, wo die Wunde gereinigt, aber wegen der Größe und Tiefe nicht genäht werden konnte, noch am selben Abend nach Suhl zurück. "Wie meine weitere Saisonplanung jetzt aussieht, kann ich noch nicht sagen - man muss erst den Heilungsprozess abwarten."


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