
Start

Irina Kalentieva

Sabine Spitz

Gunn-Rita Dahle

Florian Vogel

Podium Herren

Thomas Frischknecht

Julien Absalon

Team Frankreich

José Antonio Hermida

Jakob Fuglsang

Adelheid Morath

Wolfram Kurschat
MTB-WM: Am Sonntag gilt es für die Elite
bike2b-Redaktion am 20.06.2008 - 14:46 Uhr
Zum Abschluss der Mountainbike-Weltmeisterschaft 2008 im italienischen Val di Sole stehen am Sonntag, den 22. Juni die Wettkämpfe der Elite Cross Country auf dem Plan. Dabei erwarten die Zuschauer spannende Rennen.
Strecke und Leistungsdichte sorgen für Spannung
Auf dem anspruchsvollen und schwierigen 6 km Kurs im "Tal der Sonne" ist Kondition gefragt. Das haben die ersten WM-Rennen bereits gezeigt. Zeit, sich auszuruhen, gibt es nicht. Entscheidend könnte aber auch das Wetter in das Renngeschehen eingreifem, denn die Strecke hat einen hohen Wiesenanteil. Nicht nur aufgrund der Topographie ist für Spannung gesorgt, sondern auch wil die Weltspitze in diesem Jahr eng zusammengerückt ist. Einen Überflieger beziehungsweise Übefliegerin wie in den vergangenen Jahren Julien Absalon oder Gunn-Rita Dahle gibt es in diesem olympischen Jahr nicht.
Kalentieva kommt aus der Höhe
Im Damenrennen zählen zwar die üblichen Verdächtigen zu den Favoritinnen, aber eine Bikerin, die heraussticht gibt es nicht. Titelverteidigerin Irina Kalentieva hat mehrere Wochen auf Teneriffa (ESP) in der Höhe trainiert. Ihr fehlt nach dieser Pause die Rennpraxis, dennoch ist die kleine Russin zuversichtlich: "Ich muss sehen, wie ich mich im Rennen fühle, denn immerhin hatte ich lange mit meinem Heuschnupfen und der entzündeten Nebenhöhle zu kämpfen. Ich bin aber optimistisch."
Spitz träumt vom zweiten WM-Titel
Sabine Spitz hat in diesem Jahr schon bewiesen, dass sie, wenn es um Medaillen geht, ganz vorne landen kann. In St. Wendel verteidigte die 36-Jährige ihren Titel und ließ Kalentieva und ihre Dauerrivalin Gunn-Rita Dahle hinter sich. Die Deutsche hofft auf trockenes Wetter: "Sollte es bis Sonntag trocken bleiben, vergrößert das sicher meine Chancen." Spitz will nach 2003 zum zweiten Mal ins Regenbogentrikot schlüpfen. Gunn-Rita Dahle fehlt nach ihrer langwierigen Viruserkrankung im vergangenen Jahr sicher noch das Stehvermögen mehrere harte Rennen hinter einander zu bestreiten. In Madrid (ESP) hat sie mit ihrem Weltcup-Sieg aber bewiesen, dass sie in einem Rennen alle schlagen kann.
Oder doch Premont oder Fullana?
Die Olympiasiegerin aus Norwegen muss auf dem Weg zu einer weiteren Goldmedaille neben Spitz und Kalentieva auch die Weltcup-Führende Marie-Helene Premont aus Kanada und Ex-Weltmeisterin Marga Fullana auf der Rechnung haben, denn beide zeigten sich in der bisherigen Saison in guter Verfassung. Wie stark die Chinesinnen sein werden, bleibt abzuwarten.
Schweiz gegen Frankreich
Das Herrenrennen könnte man mit dem Titel Schweiz gegen Frankreich mit einer spanischen Komponente betiteln. Florian Vogel, Christoph Sauser, Martin Gujan, Thomas Frischknecht und Ralph Näf. Alleine fünf Biker aus der Schweiz könnten vorne reinfahren. Beste Chancen haben sich Europameister Vogel und der Weltcup-Führende Sauser. Die WM zählt bei den Schweizern noch zur Olympia-Qualifikation, sodass es auch noch um die letzte Bewerbungschance für alle geht. Frankreich hat mit Julien Absalon den Mountainbiker im Cross-Country-Bereich der vergangenen Jahre in seinen Reihen. Absalon konnte sich die letzten vier Jahre das Regenbogentrikot überstreifen. Allerdings fährt er seit der EM für seine Verhältnisse weit hinten herum. Sein Landsmann Jean-Christophe Peraud hat sich bereits mit der Staffel Gold gesichert. Und Cedric Ravanel trat in dieser Saison auch ordentlich in die Pedale. Jose Hermida ist der Spanier, der in diesen Länderkampf eingreifen will.
Sorgt ein Däne für die Überraschung?
Ein anderer, der neben Hermida in dieses Duell eingreifen will, ist der U23-Weltmeister von 2007 Jakob Fuglsang. Der Däne hat den Sprung in den Elite-Bereich ohne Probleme geschafft und ist durchaus in der Lage, eine Medaille zu holen. Schließlich verpasste er im Weltcup zweimal als Vierter das Dreierpodium nur ganz knapp.
Peking im Hinterkopf?
Für zwei deutsche Biker könnte das Ergebnis bei der WM noch eine Rolle für die Nominierung zu den Olympischen Spielen in Peking spielen. Sowohl Wolfram Kurschat als auch Adelheid Morath haben die Hälfte der Norm erfüllt und wurden vom Bund Deutscher Radfahrer beim Deutschen Olympischen Sportbund vorgeschlagen. zwar zählt das Rennen nicht mehr offiziell zur Qualifikation, aber ein Top-15-Resultat wäre ein gutes Argument, die beiden doch noch mitzunehmen. Kurschat hat Olympia allerdings bereits ad acta gelegt: "Olympia ist abgehakt. Ich habe mir bereits neue Ziele gesetzt. Als nächstes bereite ich mich auf die Deutsche Meisterschaft in St. Märgen vor."
Das deutsche Aufgebot
Moritz Milatz und Karl Platt haben sich mit dem Scheitern in der Olympia-Qualifikation abgefunden. Beide schauen nach vorne und sind optimistisch für die zweite Saisonhälfte. Manuel und Lado Fumic sowie Jochen Käß komplettieren das deutsche Herrenaufgebot. Im Damenrenen gehen neben Spitz und Morath Claudia Seidel und Ivonne Kraft an den Start. Seidel hat es geschafft, gleich im ersten Mountainbike-Jahr für die WM nominiert zu werden.
Sonntag, 22. Juni
11.00 Uhr Cross Country: Damen
14.15 Uhr Cross Country: Herren
Quellen:
Team Topeak Ergon
Team Rothaus-Cube
Ralf Schäuble
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