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Sauser und Fullana holen Gold - Spitz wird Vize-Weltmeisterin
bike2b-Redaktion am 23.06.2008 - 08:48 Uhr
Mit den Elite-Rennen im Cross Country gingen am Sonntag, den 22. Juni die Mountainbike-Weltmeisterschaften im italienischen Val di Sole zu Ende. Neue Titelträger sind Christoph Sauser und Margarita Fullana. Sabine Spitz sicherte sich wie 2007 die Silbermedaille.
Frühe Attacke von Spitz
Mit Rang zwei sorgte Sabine Spitz (Murg-Niedernhof) am Abschlusstag der Mountainbike-WM für die dritte deutsche Medaille, die zweite im Cross Country nach Bronze für Mona Eiberweiser. Auf ihrem brandneuen Olympia-Rad musste sich die 36-Jährige bei den Titelkämpfen nur der Spanierin Margarita Fullana beugen, die nach 1:39,01 Stunden jubelnd ins Ziel rollte. 1:43 Minuten Rückstand wies Europameisterin Spitz, die bereits zu Beginn des Rennens mit einer offensiven Fahrweise dafür gesorgt hatte, dass sich eine frühe Spitzengruppe bildete, auf Fullana auf, distanzierte aber um weitere 37 Sekunden Titelverteidigerin Irina Kalentieva aus Russland. "Ich wollte mir wie 2003 in Lugano wieder das WM-Jersey holen. Aber ich muss anerkennen: Magarita war heute stärker. Als sie in der vorletzten Runde an der ersten Steigung attackierte, konnte ich nicht mehr mitgehen. Jetzt freue ich mich erstmal auf eine Woche Urlaub", war Sabine Spitz zufrieden. Die BDR-Athletin hatte das Feld drei von fünf Runden angeführt, konnte aber der entscheidenden Attacke nicht folgen.
Olympiasiegerin bricht am Ende ein
Die im Weltcup-Führende Marie-Helene Premont musste sich mit Platz vier begnügen. Die Kanadierin verpasste bereits in der ersten Runde den Anschluss an das Spitzentrio. Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle wurde am Ende Siebte. Die Norwegerin brach gegen Ende des Rennens ein und verlor noch einen Platz an die Kandadierin Catherine Pendrel. Fünfte wurde die Polin Maja Wloszczowska.
Morath von Leistung enttäuscht
Adelheid Morath (Freiburg) hatte einen schlechten Start erwischt und musste sich am Ende mit Rang 25 zufrieden geben. "Ich bin schon enttäuscht. Vor allem in der Wiesenpassage hatte ich große Mühe", lautete Moraths knapper Kommentar. Claudia Seidel (Plauen) kam über Rang 49 nicht hinaus.
Schweizer dominieren bei den Herren
Das Rennen der Herren wurde von den Schweizern dominiert: Christoph Sauser gewann vor Florian Vogel und Ralph Näf. Moritz Milatz fuhr als bester Deutscher auf Rang neun noch unter die Top Ten, während der vierfache Weltmeister Julien Absalon (FRA) zu keiner Zeit des Rennens ein Faktor war und vorzeitig ausstieg. Lado Fumic (Kirchheim/Teck) lag zwischenzeitlich aussichtsreich an vierter Stelle, rutschte aber noch bis auf Rang 23 zurück. Auch die weiteren deutschen Starter konnten nach vorne keine Plätze gutmachen: Jochen Käß (Weil im Schönbuch) wurde 40., Wolfram Kurschat (Bochum) 58. und Karl Platt (Osthofen) fuhr auf Rang 66. Manuel Fumic beendete ebenso wie Absalon das Rennen vorzeitig.
U23-Fahrer im Pech
Pech haftete den deutschen U23-Herren am Freitag an den Reifen. Stürze, Kollisionen, Defekte verhinderten ein besseres Abschneiden in Italien. So landete Felix Euteneuer (Freiburg) als bester Fahrer auf Platz 54, ihm folgten Heiko Gutmann (Münstertal) als 58., Vero Lüscher (Oberlengenhardt) als 70. und Andy Eyring (Münnerstadt) auf Rang 80, während Markus Bauer (Lohr) mit einem Defekt bereits in der ersten Runde unglücklich ausschied.
Schurter holt sich Titel zurück
Weltmeister wurde Nino Schurter vor dem Südafrikaner Burry Stander und seinem Schweizer Landsmann Matthias Flückiger. Für Schurter war es der zweite WM-Titel nach 2006. Im vergangenen Jahr musste er sich dem Dänen Jakob Fuglsang geschlagen geben. In diesem Jahr ließ er nichts anbrennen und fuhr nach 1:44,34 Stunden mit 41 Sekunden auf Stander zum Sieg.
Tschugg im Four Cross nur 15.
Die deutschen Four Crosser waren tags zuvor nach diversen Stürzen ohne Medaille geblieben. Der Weltcup-Führende Guido Tschugg (Amerang) wurde am Ende 15., Sascha Meyenborg (München) 14., während die weiteren deutschen Starter spätestens im Achtelfinale ausgeschieden waren. Weltmeister wurde der Spanier Rafael Alvarez vor dem Schweizer Roger Rinderknecht und Mickael Deldyckes (FRA). Bei den Frauen schied Steffi Marath bereits in der Qualifikation aus und wurde 17.. Es gewann die US-Amerikanerin Melissa Buhl, Silber ging an Jana Horakova vor ihrer tschechischen Landsfrau Romana Labounkova.
Quelle:
BDR
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