
Filip Meiirhaeghe

Filip Meirhaeghe

Filip Meirhaeghe

Filip Meirhaeghe

Meirhaeghes souveräner Sieg
Dopingskandal: Weltmeister Meirhaeghe positiv auf EPO getestet
bike2b-Redaktion am 29.07.2004 - 13:13 Uhr
Zahlreichen Medienberichten zufolge hat Weltmeister Filip Meirhaeghe nach einem positiven Dopingtest noch vor Olympia in Athen seinen Rücktritt vom Spitzensport bekannt gegeben.
Meirhaeghe gesteht Doping öffentlich
Der 33-jährige Belgier gab in einer Pressekonferenz am Mittwoch Abend bekannt, dass er im Anschluss an das Weltcup-Rennen in Mont Sainte-Anne (CAN) in einer Dopingkontrolle hängen geblieben war. Das Ergebnis, mit dem er jetzt konfrontiert wurde, belegt, dass der Mann mit den jetzt zweideutig erscheinenden Spitznamen wie 'Popeye' und 'Muscles from Brussels' das Blutdopingmittel Erythropoietin eingenommen hatte.
Leistungssteigeung durch Erythropoietin
Erythropoietin - kurz 'EPO' - ist ein in den Nieren produziertes, körpereigenes Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen, die sogenannten Erythrocyten, in den Stammzellen des Rückenmarks anregt und dadurch die Sauerstoff-Aufnahmekapazität des Blutes und Leistungsfähigkeit des Organismus erhöht. Das synthetische EPO, das schon seit längerem im Leistungssport zum Einsatz kommt, dient seinem ursprünglichen Zweck nach nierenkranken Patienten, die Probleme mit ausreichender Neubildung der roten Blutkörperchen haben. 1990 wurde es vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen Verdacht auf Missbrauch
auf die 'Liste der verbotenen Substanzen' gesetzt. Bis eine Methode zum eindeutigen Nachweis in Urinproben gefunden wurde, dauerte es weitere zehn Jahre.
Heiligt der Zweck die Mittel?
In der Pressekonferenz gab Meirhaeghe bekannt, er habe das leistungssteigernde Mittel vor sieben Wochen im Trainingslager in Österreich erstmals benutzt und wissentlich eingenommen. Zwar sei er sich dabei des Risikos erwischt zu werden, bewusst gewesen, kommentierte aber seinen persönlichen Stellenwert von Olympia wie folgt: "Ich wollte in Athen topfit sein, weil die Olympischen Spiele das letzte Ziel meiner Karriere waren". Besonders heikel: Meirhaeghe war nach dem ersten Weltcup in Kanada, den er gewann, getestet worden und stand dessen ungeachtet beim wenige Tage später ausgetragenen Weltcuprennen in Quebec erneut am Start.
Stimmen:
MTB-Weltmeisterin Sabine Spitz: "Die Enttäuschung ist natürlich groß. Das ist ein Schlag für alle Sportler, die mit sauberen Mitteln arbeiten und überdies ein Schlag für die Sportart, die durch solcherlei Verhalten beschädigt wird."
Zurück
Weiterführende Informationen zum Thema:
Verwandte Artikel bei Bike2b:
Social Bookmarking:
Linktipps: Google, Amazon, ebay