Specials Eventspecials 2008 Transalp Challenge

Katrin Schwing

Fabienne Heinzmann

Schwing und Heinzmann

Fabienne leidet richtig

Katrin Schwing am 21.07.2008 - 15:47 Uhr

Na ja, unser Vorhaben, heute etwas zu reißen, ging einfach nicht. Fabienne leidet richtig. So schafften wir wie auf der zweiten Etappe wieder den vierten Tagesrang.

Transalp kein Kindergeburtstag
Der Weg führte uns heute von Ischgl nach Scuol in die Schweiz. Dabei galt es als erstes das Idjoch zu erklimmen. Es ging kurz nach dem Start steil auf über 2.700 Meter. Ich habe die Höhe gemerkt, allerdigs fand ich es nicht so schlimm, da ich nicht voll fahren musste. Fabienne geht es richtig schlecht. Sie ist einfach zu schwach für ein solches Etappenrennen. Es ist halt kein Kindergeburtstag. Wir könnten einen Ruhetag gut gebrauchen, den haben wir nur leider nicht. Im Prinzip fahren wir acht Bergetappen in acht Tagen und das mit Mountainbikes - da rollt nichts. Auch Pia meinte, dass es im Prinzip pervers sei.

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Du kriegst hier nix geschenkt!
Ich mache Fabienne keine Vorwürfe. Wenn ich mitten in der Saison krank werde, wirft mich das vier Wochen zurück. Ihr fehlen nun halt die nötigen Kilometer und die Wettkämpfe. Und hier kriegst du nix geschenkt! Ausruhen geht halt nicht, da es auch so gut wie keinen Windschatten gibt. Wenn es dir hier nicht gut geht, hast du keine Chance, dich zu erholen.

Bergauf trotz unzähliger Klamotten gefroren
Dazu kam heute noch das Wetter. Gestern hat es angefangen zu regnen. Am Start war es dann bitterkalt. Ich habe sogar beim Hochfahren auf das Idjoch gefroren und das, obwohl ich alle möglichen Klamotten an hatte: Knie- und Armlinge, Handschuhe, Weste, Regenjacke und dazu habe ich noch Thermoöl benutzt. Am Start fragte mich vorher jemand, wozu ich das alles brauche. Ich wusste vorher schon, dass es ekelig werden würde. Gefrorene Hände und Beine im Downhill - das ist echt übel. Auf dem Idjoch gab es dann so eine Art Nieselschnee und fiesen Wind. Es hat bis zum zweiten Anstieg gedauert, bis wir wieder aufgetaut sind.

Glitschiger Singltrail nach der Kobleralm
Trotz des schlechten Wetters war aber alles fahrbar, auch die Abfahrten. Das letzte Stück bergab von der Kobleralm war ein Singltrail mit zahlreichen Wurzeln. Der ist echt schön, aber schon bei trockenem Wetter schwierig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort alle bei den glitschigen Bedingungen runtergefahren sind... Das ging ganz schön auf Hände und Beine.

Fabienne mental aufbauen
Nach 4:16:07,4 Stunden haben wir dann Scuol als Vierte erreicht. Auf einen Podestplatz haben wir nun schon eine halbe Stunde Rückstand. Unser Ziel ist, in Riva anzukommen. Das will Fabienne auf jeden Fall schaffen, auch wenn es ihr so schlecht geht. Sollten wir durchkommen und von Defekten verschont bleiben, müsste der vierte Rang realistisch sein. Jetzt muss ich Fabienne erst einmal wieder mental aufbauen! Sie soll sich keinen Stress machen, wir schaffen das schon.

Bis morgen

Eure Katrin


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