Specials Eventspecials 2008 Transalp Challenge

Schwing und Heinzmann

Katrin Schwing

Fabienne Heinzmann

Schwing und Heinzmann

Skepsis hat sich bewahrheitet

Katrin Schwing am 22.07.2008 - 15:54 Uhr

Heute hat es leider nur zu Rang fünf gereicht. Auf dem Weg von Scuol nach Livigno mussten wir auch das Team Fiat-Rotwild ziehen lassen, da es Fabienne immer noch nicht gut geht. Meine anfängliche Skepsis hat sich also bewahrheitet.

Graupelschauer und fieser Wind auf der Passhöhe
Am ersten Berg ist Fabienne in ihrem Tempo hochgefahren. Ich auch und so musste ich dann oben auf sie warten. Den Rest der Etappe sind wir dann aber wieder zusammen unterwegs gewesen. Langsam aber sich kommt sie in den Rhythmus. Sie konnte heute sogar schon die Landschaft genießen, das hat sich heute auch gelohnt, sofern das Wetter dies zu gelassen hat. Es war wieder ar...kalt. Heute Morgen hatte ich gehofft, dass es schön werden würde. Es regnete im Anstieg nicht, aber oben auf dem Pass da Costainas waren Wolken und es gab einen Graupelschauer, der einem im Gesicht richtig Schmerzen bereitete. Dazu kam böser kalter Wind. Die diesjährige Transalp ist vom Wetter her wirklich die schlechteste, die ich bisher gefahren bin.

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Zwischen den Teams hin- und hergefahren
Anfangs lagen wir heute noch auf dem gewohnten vierten Rang, aber dann kamen am zweiten Berg Kerstin Brachtendorf und Daniele Troesch an uns vorbei. Ich hatte zunächst gehofft, dass wir sie noch einholen können, aber bei Fabienne ging es eben nicht. Ich bin dann immer zwischen Fabienne und den Fiat-Rotwild-Mädels hin- und hergefahren und habe geschaut, ob wir sie noch kriegen würden. Nach den schönen Singletrails nach Livigno kam noch einmal eine steile Rampe. Da konnte ich meine Partnerin dann auch nicht hochziehen, da musste sie alleine durch. So kamen wir dann nach 4:42:22,5 Stunden als Fünfte im Ziel an. Insgesamt sind wir aber noch Vierte.

Zwischenfazit fällt kritisch aus
Nach vier Tagen kann ich nun auch ein Zwischenfazit ziehen. Ich bin mit meiner Situation etwas unglücklich. Von meiner Form her, könnte ich vorne mit Pia fahren, aber es ist nun einmal ein Team-Rennen. Allerdings habe ich jetzt schon etwas gelernt: Ich werde eine Transalp nicht mehr fahren, wenn ich nicht weiß, ob meine Partnerin 100% fit ist. Bei Fabienne war ich von Anfang an skeptisch - allerdings hatten wir uns ja auch relativ kurzfristig für den Start entschieden. Und sie tut mir jeden Tag leid, wenn ich sehe, wie sie alles gibt und sich quält. Unser primäres Ziel ist nun in Riva anzukommen.

"Morgen ist mein Tag!"
Für morgen hat sich Fabienne etwas vorgenommen, zwar steht auf der fünften Etappe der längste Tagesabschnitt auf dem Programm, aber am Ende geht es dort eher flach zu. Ich freue mich nicht auf diese Etappe, aber Fabienne sagt: "Morgen ist mein Tag!" Es könnte auch sein, dass morgen einmal das Tempo nicht so hoch ist, denn viele können eine ruhigere Etappe gebrauchen. Uns würde es auch gut tun, um uns mal die Beine locker zu fahren.

Wir werden es sehen, man steckt halt nicht drin!

Eure Katrin




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